Thema im Landtag – Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern

Glawe: Qualität in Städtebau und Architektur gewinnt als weicher Standortfaktor für wirtschaftliche Ansiedlungen, Wohnortwahl und Urlaubsziel an Bedeutung

Am Freitag ist im Landtag das Thema Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. Baukultur ist kein Selbstzweck. Qualität in Städtebau und Architektur gewinnt zunehmend als weicher Standortfaktor für wirtschaftliche Ansiedlungen, Wohnortwahl und als Urlaubsziel an Bedeutung. Unter Berücksichtigung von demografischen Veränderungen und einer weiteren touristischen Entwicklung ist eine hohe Baukultur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern“,sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe im Landtag. Das Bauen im Land verändert sich. Nicht Quantitäten stehen im Vordergrund, sondern die Qualität von Planen und Bauen. Diese wird zunehmend zur steuernden Größe.

Historische Bausubstanz bewahren

Mit zahlreichen Fördermaßnahmen wurden Baumaßnahmen im Land unterstützt. „Historische Stadtkerne vor dem Verfall zu schützen, die historische Bausubstanz zu bewahren und mit neuem Leben zu füllen, sind wesentliche Ziele der Städtebauförderung. Insbesondere die erhalten gebliebenen Stadtgrundrisse, die Stadtsilhouette, die mittelalterlichen Straßenräume und die wertvollen Altbauten als Alleinstellungsmerkmal unserer Innenstädte konnten zu großen Teilen gerettet werden. Altbauten und Denkmale stehen für Lebensqualität, sind nachgefragte Adressen und werthaltige Immobilien“, sagte Glawe.

Ob Denkmalschutz, ländlicher Raum, Siedlungsentwicklung, Beseitigung städtebaulicher Missstände, Architekten- und Ingenieurwettbewerbe - die Thesen der Initiative Baukultur spiegeln sich in den Baumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern wider. „Landkreise, Städte, ländliche Gemeinden und das Land Mecklenburg-Vorpommern als Bauherren öffentlicher Einrichtungen geben Beispiele für baukulturell gelungene Bauten und Gestaltung“, so Glawe weiter. Darüber hinaus wird in diesem Jahr zum 10. Mal der Landesbaupreis verliehen. Die Preisträger werden am Donnerstag, den 16. Juni, im Neustädtischen Palais in Schwerin ausgezeichnet. Ausgelobt wird der Preis vom Bauministerium des Landes, der Architekten- und der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern.

Netzwerk Baukultur Mecklenburg-Vorpommern

Vor zwei Jahren hat das Wirtschafts- und Bauministerium mit der Architekten- und der Ingenieurkammer das Netzwerk Baukultur gegründet. Gemeinsames Ziel aller Teilnehmer des Netzwerkes „Baukultur Mecklenburg-Vorpommern“ ist die Bündelung des Engagements im Land, um im baukulturellen Leben Mecklenburg-Vorpommerns Akzente zu setzen. „Das Bündnis sorgt für den landesweiten Austausch als Basis für repräsentatives gemeinschaftliches Handeln. Die Landesregierung hat eine Vielzahl baukultureller Aktivitäten mit hohem Niveau vorzuweisen. Das wird sie auch in Zukunft tun“, sagte Glawe. Dabei gilt es, die bereits etablierten Instrumente weiter zu verstetigen, wie die Nutzung des Tages der Architektur, des Tages der Städtebauförderung, des Tages des offenen Denkmals, von Planerwerkstätten, von Werkstattgesprächen und anderer Veranstaltungen wie die Auftaktveranstaltung „Baukultur und Tourismus“.

Weiter Informationen zur Baukultur unter www.baukultur-mv.de.

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